Zum 21. Mal findet in Luzern der Stadtlauf statt. Dieses Jahr erreicht die Teilnehmendenzahl einen Höchstwert. Bei einem der zahlreichen Rennenden handelt es sich um eine Besonderheit: Nämlich einen humanoiden Roboter. Dieser rennt mit einer Gruppe Studierender der HSLU vom Studiengang Digital Engineer I Robotik & Big Data mit. Lukas Müller, der den Studiengang leitet, erzählt, wieso sie das machen.
Seit Jahren geht im Feld der Robotik einiges. Roboter gibt es in den verschiedensten Ausführungen. Vom Rasenmäher oder Staubsauger bis zu Drohnensystemen. Doch es gibt auch die sogenannten humanoiden Roboter. Humanoid bedeutet, sie sind der menschlichen Gestalt nachempfunden worden. Dadurch sollen sie sich auch ähnlich wie der menschliche Körper bewegen können.
Das aufkommen von künstlichen Intelligenzen hat in diesem Vorhaben einiges vorangetrieben. Durch KI können komplexe Bewegungen, die wir Menschen beherrschen modelliert werden. So ist es möglich, dass ein Roboter den Luzerner Stadtlauf mit rennt.
"Wir mussten prüfen ob er nicht überhitzen würde!"
Bei einer Anmeldung für einen Lauf ist es immer sinnvoll im Vorhinein zu prüfen, ob man der Aufgabe gewachsen ist. Hat man genügend Ausdauer und mentale Stärke?
Auch ein humanoider Roboter kommt nicht ohne solche Tests davon. Lukas Müller und die Studierenden der Hochschule Luzern haben die Teilnahme ihres Roboters zwar mit dem Organisationskomitee vom Stadtlauf abgesprochen, das ist aber nur ein Teil der Sache. Es musste auch geprüft werden, ob die Technik genug Widerstandsfähigkeit besitzt. Zum Beispiel musste getestet werden, ob der Roboter nicht Gefahr laufe zu überhitzen.
Der technologische Stand
Das Ziel der Aktion sei es, der Bevölkerung aufzuzeigen, was der aktuelle Stand der Technik rund um humanoide Roboter sei. Wichtig zu wissen ist, dass der Roboter gesteuert wird. Er rennt die 3.23 Kilometer lange Strecke also nicht selbstständig. Studierende der HSLU, die den Lauf sowieso absolvieren, begleiten den Roboter.
Im Studium haben sie die Möglichkeit das Gelernte an ihm anzuwenden und tragen zu grossen Teilen zur Programmierung bei.